Monstera-Stecklinge bewurzeln – Schritt-für-Schritt sicher zum Erfolg
Die Vermehrung von Monstera über Stecklinge ist einfach, wenn grundlegende Regeln beachtet werden. Entscheidend für eine Bewurzelung sind der richtige Schnittpunkt, saubere Bedingungen und Geduld.
1. Der richtige Steckling
Ein Monstera-Steckling muss mindestens einen Knoten (Node) besitzen.
Nur an diesen Knoten können neue Wurzeln und Triebe entstehen.
Ideal ist:
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1 Knoten
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mindestens eine Luftwurzel
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optional 1 Blatt (nicht zwingend, aber hilfreich)
2. Schnitt richtig setzen
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Mit einem sauberen, scharfen Werkzeug schneiden
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Schnitt ca. 1–2 cm unterhalb des Knotens
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Steckling kurz antrocknen lassen (15–30 Minuten)
Das reduziert das Risiko von Fäulnis.
3. Bewurzelungsmethoden im Überblick
Bewurzelung im Wasser
Beliebt & übersichtlich
Vorgehen:
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Knoten und Luftwurzel ins Wasser geben
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Blatt bleibt oberhalb der Wasserlinie
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Wasser wechseln, sobald es sich trübt
Vorteile:
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Wurzelentwicklung gut sichtbar
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Einfach zu kontrollieren
➡️ Umtopfen, sobald die Wurzeln sich zweigen
Bewurzelung im Substrat
Direkt & natürlich
Geeignetes Substrat:
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luftiger Aroid-Mix
Vorgehen:
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Knoten leicht ins Substrat setzen
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Substrat nur leicht feucht, niemals nass
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Hohe Luftfeuchtigkeit fördert den Erfolg
Vorteile:
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Kein späterer Umpflanzschock
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Kräftigere Erdwurzeln
Bewurzelung in Moos
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Luftwurzel vollständig in feuchtes Spaghnummoos legen
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Moos konstant feucht, aber luftig halten
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Ideal in Box, Vitrine oder mit Haube
4. Licht, Temperatur & Luftfeuchtigkeit
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Licht: hell bis sehr hell, keine direkte Sonne
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Temperatur: 20–28 °C
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Luftfeuchtigkeit: 60–80 % optimal
Konstante Bedingungen sind wichtiger als Perfektion.
5. Düngen – erst später!
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Kein Dünger, solange der Steckling keine stabilen Wurzeln hat
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Frühestens nach 3–4 Wochen vorsichtig beginnen
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Starkes Düngen kann junge Wurzeln verbrennen
6. Häufige Fehler (und wie man sie vermeidet)
❌ Steckling ohne Knoten
❌ Staunässe → Fäulnis
❌ Zu dunkler Standort
❌ Ungeduld (Monstera braucht Zeit)
✔ Lieber langsam, warm und konstant
Besonderer Hinweis zu variegierten Monsteras
Bei panaschierten Formen kann es vorkommen, dass:
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Blätter komplett grün werden
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Blätter komplett weiß werden
Fazit
Monstera-Stecklinge lassen sich mit wenig Aufwand erfolgreich bewurzeln, wenn der Knoten korrekt gewählt, die Feuchtigkeit kontrolliert und die Umgebung stabil gehalten wird. Ob Wasser, Substrat oder Moos – entscheidend sind Geduld, Hygiene und gleichmäßige Bedingungen. So entsteht aus einem Steckling eine neue, gesunde Monstera.










